Elfriede Jelinek beschreibt in ihrem Roman „Die Liebhaberinnen“ anhand zweier Charaktere das Schicksal unterdrückter Frauen auf dem Land wie auch im städtischen Leben.

Die Frauen werden von ihren Männern und der Gesellschaft nur als Objekte angesehen. Objekte, aus denen man einen Nutzen zieht, sie aber nicht liebt. Objekte, aus denen man Kinder presst.

Objekte, denen man den Mund versperrt und die Beine öffnet. Die man verwendet, bis nichts mehr in ihnen ist, um sie dann auf die metaphorische Müllhalde zu werfen.

Auf eindringliche Weise gelingt es Jelinek, den Leser sich in das Milieu hineinversetzen zu lassen, und man kann sich der Empathie kaum entziehen.

Für alle Frauenliebhaberinnen und Frauenliebhaber.

 

Empfohlen von Linda Achberger, deren Text "Schachmatt, die Freitheit liegt in (Klammern)" ebenfalls am 27. März in den VN erschienen und hier nachzulesen ist.